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Wie du dein Homeoffice produktiv gestalten kannst

Wie du dein Homeoffice produktiv gestalten kannst

Homeoffice Fluch oder Segen

Homeoffice hört sich zunächst für alle nach absoluter Freiheit an. Gemütliches arbeiten vom Bett oder Sofa aus. Am besten den ganzen Tag in der Jogginghose verbringen und den Haushalt noch so nebenher mit einbinden. Aber ist das tatsächlich produktiv?

Ich kann Dir sagen, definitiv nicht. Mein Homeoffice hat vor einigen Jahren genau so angefangen und ehe ich mich versehen habe war es Abends, ich hatte immer noch meinen Pyjama an und war nicht einmal an der frischen Luft. Das ich dabei nicht gerade produktiv und erfolgreich war, brauche ich wohl nicht zu erwähnen. Mittlerweile hat sich aber einiges geändert, jetzt führe ich ein strukturiertes Homeoffice, bin produktiv und glücklich damit. Was ich verändert habe?

Arbeitsumgebung

Wie ich schon im Intro erwähnt habe ist die Arbeitsumgebung ein wesentlicher Bestandteil der Produktivität beim Homeoffice. Deshalb ist es äußerst wichtig, einen Raum oder Platz im Haus oder in der Wohnung zu schaffen, der nur zum Arbeiten da ist. Ich habe anfangs den Fehler gemacht, mich direkt, mit einem kurzen Stopp an der Kaffeemaschine, vom Bett auf das Sofa zu bewegen, oder an den Küchentisch. Ohne mich überhaupt umzuziehen, habe ich versucht produktiv zu sein und an meinen Projekten zu arbeiten. Mein Kopf war aber definitiv nicht in Arbeitslaune, schließlich saß ich auf dem Sofa, in dem ich sonst sitze, wenn ich einen Film schaue, oder am Küchentisch, wo ich sonst doch esse. In unseren Wohnräumen warten dazu auch noch jede Menge Ablenkungen. So schön die Vorstellung ist und die Bilder die wir täglich auf Socialmedia sehen, es funktioniert nicht produktiv zu sein und im Pyjama in einer Kuscheldecke eingemummelt auf dem Sofa zu liegen. Das so keine Arbeitsatmosphäre in einem aufkommt ist klar. Deshalb ist es so wichtig einen Raum oder Platz zu haben, an dem tatsächlich gearbeitet werden kann und auch so eingerichtet ist. Mittlerweile haben wir uns im Haus einen Raum zu unserem Büro umgebaut, in dem wir gerne und produktiv arbeiten. Schaff Dir eine gemütliche Atmosphäre in der du kreativ sein kannst. Auf meinem Schreibtisch, der clean und aufgeräumt sein muss, brennt zum Beispiel immer eine Duftkerze.

Tagesablauf gestalten

Die nächste Herausforderung bestand darin einen strukturierten Tagesablauf zu gestalten. Schreibe Dir dazu zunächst alle deine täglichen Aufgaben auf, gerade wenn man sich seine Zeit frei einteilen kann und selbst Ziele, Fristen und Abläufe festlegen muss, ist es hilfreich sich einen Überblick zu verschaffen, um sich seinen Tagesablauf zu gestalten.

Ich stehe jeden Tag zur selben Uhrzeit auf, ob ich Termine habe oder nicht, viel oder wenig zu tun habe, Deadlines habe oder nicht. Danach mache ich mich komplett fertig, als würde ich zur Arbeit fahren, dabei laufe ich nur ein Stockwerk tiefer in mein eigenes Büro. Trotzdem macht es einen Unterschied, ob man in der Jogginghose am Schreibtisch sitzt oder ordentlich gekleidet und bereit für den Tag ist. Bevor es ins Büro geht Frühstücke ich in aller Ruhe und absolviere meine morgendlichen Rituale. Über diese erzähle ich euch in einem anderen Blogbeitrag mehr. Wenn ich dann im Büro bin erledige ich als erstes die wichtigsten Aufgaben des Tages, da ich am Morgen am kreativsten und effektivsten bin.

Pausen einplanen

Da Sport unmittelbar zu meinem Job und Leben gehört, geht es danach erstmal ins Fitnessstudio, wo ich meinen Kopf wieder frei bekomme um für den Mittag wieder produktiv zu sein. Ich habe lernen müssen mir klare Pausenzeiten zu setzen, um auch über den Tag verteilt produktiv arbeiten zu können. Nach meinen Training gibt es also erstmal eine Pause zum Mittagessen. Ich versuche mich in dieser Zeit nicht mit Arbeit zu beschäftigen, was aber nicht immer funktioniert.

Zeitkiller Handy

Da ich für meine Kunden eigentlich rund um die Uhr erreichbar bin, habe ich mir auch klare Zeiten für das beantworten von Fragen via WhatsApp oder Facebook in meinen Tagesablauf gelegt. Den Kunden ist es egal ob er innerhalb von 3 Sekunden oder einer Stunde eine Antwort bekommt, bei wichtigen Sachen erreichen sie mich telefonisch, doch wenn ich jedes mal, wenn eine Nachricht eintrifft, an mein Handy gehe, kann ich nicht produktiv arbeiten. Unser Handy ist in der heutigen Zeit der größte Zeitkiller. Leg dein Handy beiseite, wenn Du produktiv arbeiten möchtest. Du musst nicht minütlich Deine Nachrichten, Emails und Accounts checken, keiner ist Dir böse, wenn Du menschlich bist und nicht dauerhaft online.

Feierabend

So wie ich klare Pausenzeiten in meinen Tagesablauf habe, gibt es auch klare Feierabend Zeiten. Auch das musste ich erstmal mühsam lernen. Gerade in unserer Branche neigt man dazu rund um die Uhr zu arbeiten. Hier noch kurz online gehen, da noch einen Termin, hier noch kurz einen Post, was nur einige Minuten dauern soll, geht plötzlich über die halbe Nacht. Unser Körper und Kopf dankt uns auch, wenn wir mal eine Pause einlegen. Wenn wir strukturiert und produktiv arbeiten sind wir, auch wenn wir uns einen Feierabend gönnen, erfolgreich.